100 Jahre Landesstreik: Öffentliche Stadtrundgänge

Sa, 27. Oktober, 13 Uhr100-generalstreik01
Fr, 2. November, 19 Uhr
Sa, 17. November, 14 Uhr

Startpunkt jeweils an der Milchrampe, Bahnhof Winterthur. Anmeldung erwünscht unter: info@gewerkschaftsbund.ch

Armut und Hunger bei vielen, enorme Kriegsgewinne für wenige. Himmelschreiende Ungerechtigkeiten prägten die Schweiz im Ersten Weltkrieg. In der Arbeiterschaft rumorte es zunehmend.

Im Herbst 1918 waren viele Besitzende fest davon überzeugt, am Vorabend einer Revolution zu stehen. Also liess der Bundesrat die Stadt Zürich mit Truppen belagern. Die grösste Schweizer Stadt unter militärischer „Säbeldiktatur“?

Das war zu viel; das hiess Generalstreik! Vom 12. bis 14. November 1918 legten in der ganzen Schweiz eine Viertelmillion Lohnabhängige ihre Arbeit nieder. In Winterthur war der Ausstand sogar total. Kein Geschäft war geöffnet, keine Fabrik produzierte, kein Zug fuhr und nicht einmal die städtischen Beamten erschienen in ihren Büros. Dafür  demonstrierten nun täglich Tausende auf der Strasse…

Hundert Jahre nach der gravierendsten Krise des Schweizer Bundesstaats führt ein Stadtrundgang an die Winterthurer Schauplätze des Streikgeschehens. Was bedeutete es, in einer militärisch besetzten Stadt zu leben? Wer streikte warum und wer wollte den Streikern an den Kragen? Wie dachten die Soldaten über ihren Einsatz gegen den „inneren Feind“? Warum gab es ausgerechnet in der Industriehochburg Winterthur weder Tote noch Krawall? Und welche Auswirkungen hatte der Streik für die Nachwelt?

Am Rundgang erwartet Sie eine Reihe unglaublicher, tragischer wie auch amüsanter Geschichten aus Winterthurs Kriegsund Krisenzeit.

Teilnahmegebühr: 15 Fr.
Gratis für Mitglieder einer Gewerkschaft
Eine Veranstaltung von Kehrseite Winterthur im Auftrag des Gewerkschaftsbunds Winterthur.